Damian Duchamps' Blog

60-Minuten-Takt Adieu?

Posted in Alltag, Hauptschule by damianduchamps on April 13, 2010

An meiner Schule erörterten Mitglieder der Steuergruppe mit den beiden für den Stundenplan verantwortlichen Personen die Umsetzung des geplanten 60-Minuten-Taktes. Rein rechnerisch sahen beide keine Unmöglichkeit in den Vorhaben. Mit guten Excel Tabellen sei das wohl machbar. Sicherlich sei die Umrechnung der Arbeitszeit der Lehrer deutlich aufwändiger und ein Mehr an Springstunden für die Kollegen wäre zu erwarten, um das Förderband, mit dem der Schultag beginnen soll, zu implementieren. Ein Umstieg auf den 60-Minuten-Takt würde ganz sicher zu einer Entlastung der Lehrer der Schule insgesamt führen. In Punkto Lehrergesundheit würde damit etwas getan.

Größere Schwierigkeiten sah man jedoch in der Tatsache, dass wir unser Schulgebäude mit einer Realschule teilen. Mit einem 60-Minuten-Takt verändern sich die Pausenzeiten, die bisher parallel liegen. Störungen unserer Schüler für die Realschule sind durch die Aufteilung des Schulkomplexes kaum zu erwarten, umgekehrt jedoch absehbar und auch kaum vermeidbar. Die Realschule hat an einem 60-Minuten-Takt kein Interesse. Der Schulleiter dieser Schule will zwei Jahre vor seiner Pensionierung eine derartige Aufgabe nicht mehr angehen. Auch von Seiten des Schulträgers wurde Ablehnung signalisiert. Eine Begründung dafür blieb man uns bisher schuldig.

So verblieb die Steuergruppe vorerst mit einem 45-Minuten-Modell, so wie es auch einige andere Schulen fahren. Anstelle eines 30-minütigen Förderbandes hätte man dann eines von 45 Minuten und der Rest bliebe beim alten Takt. Rein technisch wäre dies die am wenigsten aufwändige Lösung. Die Mitglieder der Steuergruppe sind mit diesem Modell nicht alle sonderlich glücklich, da man mit dem 60-Minuten-Takt schon eine Reihe von Vorteilen verband. Dazu zählte neben den veränderten Möglichkeiten für Unterricht auch die Trennung von Haupt- und Realschülern in den Pausen, was die Aufsicht deutlich erleichtern könnte.

Mal sehen, ob es bei dieser Lösung bleiben soll oder nicht. Und über allem hängt das Damoklesschwert „Wahlausgang“.

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Eine Antwort

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  1. Felix Schaumburg said, on April 16, 2010 at 7:06 am

    Nur Mut! Nachdem wir auf 65-Minuten umgestellt haben hat sich der gesamte Schulalltag deutlich beruhigt. Man hat mehr Zeit im Unterricht und hetzt nicht ständig hin- und her. Das hilft nicht nur der Lehrer-, sondern auch der Schülergesundheit🙂

    Verschobene Pausen dürften doch ein lösbares Problem darstellen, wenn das Kollegium grundsätzlich hinter einer neuen Strukturierung des Schulalltags steht. Meist liegt ja in der mangelnden Akzeptanz das Problem bei einer solchen Umsetzung…

    Kannst du bei Gelegenheit etwas über das Förderband zum Tagesbeginn schreiben? Wie werden diese Stunden berechnet? Wer nimmt daran teil? Entspricht dies einer fließenden Eingangsphase oder ist es verpflichtend installiert?


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