Damian Duchamps' Blog

Wird das iPad etwas verändern?

Posted in Medienwelt by damianduchamps on April 19, 2010

„…. eines steht jetzt schon für mich fest: das iPad wird die Art, wie wir Medien konsumieren, tatsächlich grundlegend verändern…“ sagt Richard Gutjahr in seinem Blog G! – gutjahr’s blog. Er sollte es schon recht gut einschätzen können, denn er hat es bereits seit zwei Wochen im Einsatz. In seinem Blog berichtet er ausführlich über seine Erfahrungen mit Apple’s neuestem Gerät.

Noch habe ich selbst kein Gerät in der Hand gehabt. Was ich bisher aber gesehen habe, wie zum Beispiel Kids and the iPad (Video unten), interaktive Bücher und eine Idee, die ich heute von Felix Schaumburg bekam, das iPad zusammen mit einem Projektor als interaktives Smartboard zu verwenden, das lässt wohl ahnen, welches Potential diese Geräteklasse in sich birgt. Ich sage bewusst Geräteklasse, denn ich kann mir vorstellen, dass auch andere ähnliche noch auf den Markt kommende Geräte wie das WePad und ähnlich, dieses Potential in vergleichbarer Form bieten könnten. In Bezug auf Software für den Bildungsmarkt, da steht das iPad noch ziemlich am Anfang. Mit Software für das iPhone wurde schon eine Vorlage gemacht. Da das iPad mit seiner Größe deutlich mehr Möglichkeiten für Interaktivität bietet, wird hier noch eine Menge kommen. Für Entwickler gibt es nahezu keine Grenzen. Die Beispiele in Kids and the iPad lassen mich auf interaktive Englischbücher hoffen, die auf Berührung Aussprache bieten, die in kleinen Filmen Dialoge präsentieren und landeskundliche Informationen, wie auch interaktive Übungen. Ich bin gespannt.

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5 Antworten

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  1. Matthias Heil said, on April 19, 2010 at 2:20 pm

    …ich bin eher skeptisch. In der zweiten oder dritten Generation wird das Gerät mit steigender Leistung vielleicht interessant. Die Flash-Lücke disqualifiziert das iPad m.E. jedoch für einige Webanwendungen, die via IWB den Unterricht bereichern können. Und außerdem benötigt man zum komfortablen Weiterreichen des Pads ja schon eine recht lange Leitung, wenn es an einen Projektor angeschlossen werden soll. – Nein, ich möchte mich von der iPad-Ekstase (noch) nicht anstecken lassen… – ganz egal wie „accessible“ das Gerät für Babies, Teens, Haustiere und wen auch immer sein mag… – das systemische Hauptproblem ist die Konsumorientierung, die m.E. in der Schule nicht mit Nachdruck betrieben werden muss. Mehr Sympathien habe ich für Linux-Netbooks mit Cam und USB-Anschlüssen, die sind kommunikationsfreudiger und ermöglichen ein breiteres Szenario an kreativitätsfördernden classroom activities…

    • damianduchamps said, on April 19, 2010 at 2:58 pm

      @MatthiasHeil
      Ich teile die Skepsis eher nicht, was die Nutzbarkeit angeht. Nutzt man es in Kopplung mit einem Projektor als interkativer Whiteboard-Ersatz, wird man es nicht herumreichen. Auch ein interaktives Whiteboard reicht niemand herum. Manche Schulen haben diese kleinen Tabletts oder Abstimmgeräte, doch um die geht es bei dem Einsatz als interkativer Whiteboard-Ersatz zunächst nicht. Die Nutzung wäre von der Auslegung eher vergleichbar einem Overheadprojektor. Schüler und Lehrer stehen dann nicht vor dem interaktiven Whiteboard, sondern stellen/ setzen sich an das iPad und agieren/ schreiben/ zeichnen/ … dort. In Kopplung mit einem iPod Touch wären (wie bei manchen Spielen, die es jetzt schon gibt, z.B. Scrabble) weitere Möglichkeiten der Interaktion denkbar.

      Was mich vor allem an dieser Lösung reizt: 1. Projektor und iPad sind sehr gut zu transportieren und schnell aufzubauen. 2. Eine Kalibrierung entfällt. 3. Ich habe nur zwei Geräte (nicht wie bei der Wii-mote Lösung Projektor, Notebook, Wii-mote, Stifte, Ersatzbatterien, eventuell noch Mehrfachsteckdose). 4. Keine Spezialsoftware ist für die Kommunikation von iPad und Projektor notwendig.

      Ich werde es testen, definitiv.

    • Felix Schaumburg said, on April 20, 2010 at 6:53 am

      Skepsis ist immer angebracht – vor allem da es bisher in Deutschland wohl kaum einer wirklich im schulischen Einsatz hat. Mit der Idee bei Twitter wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen, dass sich neue Möglichkeiten ergeben, im Unterricht zu interagieren. Und es wird einfach einfacher.

      Fehlendes Flash halte ich für kein Manko. Die Webseiten stellen peu a peu auf Flash-freie Seiten um. (Selbst die O2 Webseite lässt sich seit kurzem auch ohne Flash gut bedienen…)

  2. Matthias Heil said, on April 19, 2010 at 5:36 pm

    …der Mehrwert gegenüber einem an einen Projektor angeschlossenen Netbook erschließt sich mir bei Deinem Szenario immer noch nicht so recht, denn da kann man doch auch Lernende dransetzen, die dann via Maus aktiv werden. Das Weniger an aufzubauender Technik ist in der Tat attraktiv, aber IWB-Ersatz ist das iPad m.E. auch noch nicht, denn neben dem Ausschluss auf Flash basierenden IWB-Anwendungen wäre das auch ein Rückschritt hinsichtlich Auflösung: die meisten Projektoren laufen heute doch mit mindestens 1280×1024 Pixeln Auflösung oder vergleichbaren 16:9-Formaten. Der Wechsel zu 1024×768 Pixeln wird sich da schon bemerkbar machen, z.B. beim Konstruieren im Mathematikunterricht (aber auch beim normalen Schreiben werden die Grenzen wohl noch schneller erreicht). Wie schon geschrieben: in der zweiten oder dritten Generation könnte das Gerät wirklich interessant werden – allzumal wenn Apple seine Preispolitik noch etwas bildungsfreundlicher gestaltet…-)

    • damianduchamps said, on April 19, 2010 at 7:43 pm

      Der Mehrwert liegt für mich in der Art der Bedienung über Touch. Flash ist natürlich ein Problem, wenn interaktive Software für den Whiteboardeinsatz damit programmiert ist. Es geht aber auch ohne. Ich kann mir vorstellen, dass – sofern das iPad das dann auch hergibt – Hersteller von Software durchaus auf den Zug aufspringen werden und Apps erstellen, die sich für Interaktion im Unterricht eignen. Ein interaktives Whiteboard, egal mit welcher Technik realisiert ist letztlich sowieso nur ein Medium, welches ich nicht zu hoch hängen will, da es in den meisten mir bekannten Unterrichtssettings nichts anders als eine hochtechnische Tafel ist. Die kann dann zwar tolle Sachen darstellen, speichern und wieder abrufen und kann auch interagieren und abspielen und zeigen, und übersteigt damit die Möglichkeiten von Kreide deutlich, doch der Unterricht ist mehr oder weniger die alte frontale Leier.

      Alle Spekulation über einen möglichen Einsatz des iPad als Interface für ein Whiteboard erübrigt sich aber vermutlich vorerst, da das iPad in seiner aktuellen Softwareversion scheinbar nur bei Keynote ein Signal auf einen Projektor geben kann (siehe http://bit.ly/bP84mg).


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