Damian Duchamps' Blog

Wieder auf Kurs mit 60-Minuten-Takt

Posted in Alltag, Hauptschule by damianduchamps on April 22, 2010

Letzte Woche sah es noch fast so aus, als ob das an unserer Schule geplante Projekt 60-Minuten-Takt scheitern könnte. Nach verschiedenen Gesprächen ist die Steuergruppe nun wieder auf Kurs. Es bleibt dabei: wir werden ab dem nächsten Schuljahr 60-Minuten-Takt und 30-Minuten-Förderband einführen. In einer Lehrerkonferenz wurde dieses noch einmal bekräftigt.

Am Montag wird sich die Steuergruppe noch einmal mit den Stundenplanern treffen und Details absprechen, bzw. klären, wo noch Informationen fehlen. Bis Mitte Mai sollen die drei Fachkonferenzen Deutsch, Mathematik und Englisch für jedes Halbjahr für alle Jahrgänge jeweils fünf Förderschwerpunkte erarbeiten. Diese werden am Ende der Halbjahre dazu dienen, den Förderbedarf der Schüler schnell und einfach festzulegen. Entsprechend werden die Schüler dann im ersten Halbjahr des neuen Schuljahres ihren Fördergruppen zugeteilt werden.

Nächster Punkt ist das Thema Fördermaterial und individuelle Förderung. Wir wollen eine schulinterne Fortbildung machen. Eine Expertin haben wir schon. Zunächst wollten wir die Schulung in der letzten Ferienwoche machen. Doch das ist eigentlich zu spät und hilft uns jetzt nicht. Es muss bereits in den nächsten Wochen damit begonnen werden, für die Förderschwerpunkte Material zusammenzustellen. Aus alten Zeiten haben wir eine Menge. Da war ja mal Stationenlernen, Lernwerkstatt und so weiter. Davon existiert noch einiges, das vor vielen Jahren häufig in mühevoller Kleinarbeit erarbeitet wurde. Das kann man nun wieder verwenden, wenn man es wieder findet. Nun hoffen wir, die Expertin kann schon Ende Mai ihre Fortbildung mit uns durchführen.

Fördern ist so eine Sache. Wir wollen natürlich sehen, dass den Schülern möglichst viele Zugänge zum Lerngegenstand gegeben werden, im Idealfall in Richtung vorbereitete Lernumgebung. Es wird aber auch Kolleginnen und Kollegen geben, da machen wir uns keine Illusionen, die werden im Förderband vor allem auf Kopien setzen. Das lässt sich nur vermeiden, wenn wir ihnen genug alternatives Material an die Hand geben. Außerdem ist da ja noch das Problem mit den Fächern. Da wir erst einmal nur in den drei Hauptfächern fördern, lässt es sich nicht vermeiden, dass fachfremd gearbeitet werden muss. Bei Deutsch mag das noch recht einfach sein, bei Mathematik und Englisch, da ist es für Nichtfachleute schwierig.

Wir brauchen also Material und das muss gut sein, ob selbst erarbeitet, aus alten Beständen reaktiviert, von zu Hause mitgebracht oder neu gekauft. Den Fehler einer Schule im gleichen Schulamtsbezirk, die über ein Jahr lang in Hyperaktivität verfiel und so viel Material erstellte, dass sie es nun gar nicht alles braucht, den wollen wir vermeiden.

3 Antworten

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  1. Felix said, on April 23, 2010 at 8:00 am

    Glückwunsch zum neuen Stundenraster und vor allen Dingen für das Förderband.

    Wir haben es ähnlich, aber nicht ganz so strukturiert. Mit dem Material und vor allem der methodischen Ausrichtung stellt man viele Weichen für den zukünftigen Erfolg.

    Mal ein unreifer Gedanken:
    Was ist, wenn ihr Euch für die Materialien bei Montesorris umschaut? Damit könnte man eine Keimzelle schaffen für weitere Innovationen – und im Kleinen probieren, wie man es auch ganz anders machen kann…

    Ich habe bisher nicht damit gearbeitet, finde die Ideen aber zunehmend interessanter (vor allem nach dem Buch von Ulrike Kegler….).

    • damianduchamps said, on April 23, 2010 at 8:18 am

      Richtung Montessori finde ich persönlich den besten Weg. Wir haben eine ausgebildete Montessoripädagogin an unserer Schule. Sie hat eine Förderwerkstatt aufgebaut, die sehr stark an Montessori orientiert ist. Dort fördern wir gezielt Kinder, die Defizite von den Grundschulen mitbringen, die wir im regulären Unterricht nur schlecht auffangen können. Leider ist die Dame nun langfristig erkrankt und selbst wenn sie nach den Sommerferien wiederkommen sollte, wird es nicht mehr für lange sein, da ihre Pensionierung ansteht.
      Trotzdem werden wir die Richtung soweit verfolgen, wie uns möglich ist. Das Förderband stellen wir uns als Keimzelle für die Veränderung von Unterricht auf breiter Front vor. Von einer anderen Schule (z.B. der Overbergschule) wissen wir, dass Lehrer Materialien und Methoden schnell übernehmen, wenn sie sich davon einen Vorteil versprechen.

  2. […] Förderband, Hauptschule, Schulentwicklung, Unterrichtsentwicklung, Veränderung Wie schon an anderer Stelle erwähnt, möchte sich meine Schule (endlich) auf den Weg machen, einige grundlegende Dinge zu […]


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